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Infostelle Berufe der Kirche

Zwischen Leben und Tod – Viele verschiedene Gottesdienste

Hallo alle zusammen,

zunächst einmal ein frohes und gesegnetes neues Jahr! Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Anfang.

Seit meinem letzten Blogeintrag ist bei mir viel passiert. Nun da die Weihnachtszeit vorbei ist und sich alles bei uns im Pfarrbüro ein wenig entspannt hat möchte ich euch ein wenig von der Zeit berichten:

Nach der Weihnachtsfeier mit unseren Messdienern sollten es eigentlich zwei ruhige letzte Arbeitstage werden, bevor ich mich dann am Mittwochabend in meinen Urlaub verabschiedet hätte…

Wie ihr vielleicht anhand der Zeitform merkt, wurde daraus leider nichts. Menschen haben meist die doofe Angewohnheit, dass man nie weiß, wann es mit einem zu Ende geht. Und so war der Tod kurz vor Weihnachten nochmal eine zentrale Rolle in meiner Einsatzstelle. Es ist nämlich ein pensionierter Geistlicher kurz vor Weihnachten gestorben. Wer schon einmal eine Beerdigung mit organisiert hat oder auch nur mal „hinter die Kulissen“ schauen durfte, der weiß, was es für ein Akt ist, so etwas vorzubereiten.

Da ich sowas schon zwei-, dreimal mitgemacht habe, war ich auf viel Stress und Arbeit gefasst – und so kam es dann auch. Neben dem Erstellen von Liedblättern und falten (150 Stück, aber davon später mehr), musste auch mit dem Bestattungsunternehmen immer wieder telefoniert werden, da jedes kleine Detail stimmen muss. Von Blumenschmuck über Kerzen bis hin zum Bereitstellen eines Kondolenzbuches wurde alles haarklein besprochen. Neben diesen Vorbereitungen sollte ich auch nebenbei ungefähr noch 800 Liedblätter für die Weihnachtsmessen falten –  aber das nur am Rande 😉

Naja, auf jeden Fall kam dann der Tag des Requiems, das ist die Totenmesse, bevor man den Verstorbenen bestattet. Und ich war schon um 6:45 Uhr in der Sakristei, da dies für heute mein Arbeitsbereich wurde. Natürlich mit Koffern und Taschen, denn ich wollte ja danach um 13:00 Uhr meinen Zug nach Düsseldorf bekommen. Um 7:30 Uhr kam dann der Bestatter und so bereiteten wir alles gemeinsam mit unserer Pfarrsekretärin in der Kirche vor. Da muss man an so vieles denken. Bänke für die Familie und die Geistlichen reservieren, genug Hostien bereitstellen, Gewänder rauslegen und und und…

Pünktlich um 10:00 Uhr zogen wir dann gemeinsam mit Pfarrer Warsberg ein, welcher dem Requiem vorstehen sollte. Ab da ging dann, Gott sei Dank, alles
reibungslos und bekam ich dann auch meinen Zug…..

Meine Ferien habe ich dann im Kreis meiner Familie und meiner Freunde verbracht. Neben einer sehr schönen Krippenfeier in meinem Nachbarort in St. Stephanus Lank-Latum habe ich dann auch noch die Heilige Nacht in St. Antonius Oberkassel mitfeiern dürfen. Am 03.01. ging es dann wieder nach Michelstadt zurück.

Hier stand direkt das nächste Großereignis an. Am 13.01 sollten die Sternsinger „zurück“ kehren. Dies wurde im Rahmen eines Gottesdienstes mit allen Sternsingern des Dekanats gefeiert. Schon ab 13:00 Uhr war ich mit der Band verabredet, welche aufbauen und noch ein letztes Mal proben wollte. Um 15:00 Uhr ging dann das Programm für die kleinen und großen Könige los. Sehr schön vorbereitet von unserer Dekantsjugendreferentin und unserem Diözesanjugenseelsorger Pfarrer Berger erlebten die Kinder einen schönen Nachmittag und einen sehr Stimmungsvollen Gottesdienst. Alle hatten eine Menge Spaß und die Lebendigkeit und Freude unserer Sternsinger wurde deutlich spürbar.

So, nächste Woche fahre ich dann auf mein 3. Bildungsseminar gemeinsam mit Sebastian und Thorben.  Ich hoffe ihr konntet einen tieferen Einblick in meine Arbeit bekommen. Und an alle die, die jetzt überlegen: „Das klingt doch ganz spannend, was der macht, sowas möchte ich auch machen“, denen kann ich nur raten, meldet euch bei der Infostelle in Mainz oder bei jedem pastoral Bufdi wir können euch dann weiterhelfen.

Demnächst mehr…

Liebe Grüße

Euer Tom