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Glaube hinter Gittern – Gefängnisseelsorge in der JVA Rockenberg

Vom 18.- 22. Februar war die 3. Bildungswoche in unserem Freiwilligendienst in der Pastoral. Bald steht schon die nächste in Brebbia an! Darauf freue ich mich schon total. Dieses Mal waren wir jedenfalls in einem Pfadfinderhaus in Butzbach. Wir hatten, wie jede Bildungswoche, wieder viele interessante Bausteine. In unsere Bildungswoche wurde auch einer der zusätzlichen Bildungstage eingebaut, die im Zusammenhang mit dem Freiwilligendienst in der Pastoral stehen. Dieser war in der Justizvollzugsanstalt Rockenberg. Der dortige, als Gefängnisseelsorge angestellte, Pastoralreferent hat uns ein wenig herumgeführt, wobei dieser auch meinte, dass er uns nicht überall herumführen kann. Das war ja auch völlig verständlich. Um ehrlich zu sein, hatte es sich auch für uns im ersten Moment komisch angefühlt herumgeführt zu werden, da wir ja nicht in einem Museum oder so waren.

Wir waren in der Kirche des Gefängnisses, wo uns der Seelsorger noch mehr über seine Tätigkeit, die Insassen und ihr Verhalten, auch in der Kirche, erzählt hat. Danach sind wir in sein Büro gegangen. Auf dem Weg sind wir einer Menge Insassen begegnet. Erschreckend war ein Satz eines Insassen, der sagte: „Ich habe seit 4 Jahren keine Mädchen mehr gesehen.“ (Die Justizvollzugsanstalt ist nur für männliche Straftäter.)

Als wir im Büro angekommen waren, durften wir den Gefängnisseelsorger mit Fragen löchern, die wir vorher in einer kleinen Runde besprochen und gesammelt hatten. Nach etwa 1,5 Stunden hat er dann zwei Insassen geholt, die ihn auch öfters besuchen kommen. Auch die beiden durften wir befragen, wobei sie nicht gezwungen waren irgendwelche Fragen zu beantworten. Es war interessant sie und ihre Ansichten kennenzulernen. Man merkte auch deutlich, dass es den beiden gefallen hat mal eine Abwechslung im Alltag zu haben, da sie nachdem die Zeit abgelaufen war, jede Chance nutzten, um noch bei uns bleiben zu dürfen. Ich kann mir gut vorstellen, dass so ein getakteter Alltag irgendwann langweilig wird. Die Zeit dort verging wie im Flug. Auf einmal waren drei Stunden rum und es war wieder Zeit zu gehen. Es ist so toll, dass uns die Möglichkeit gegeben wird einen Einblick in die Gefängnisseelsorge und noch viele andere Bereiche der pastoralen Arbeit zu bekommen. Ich bin sehr dankbar dafür.

Bis bald!

Tamara

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