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In der Ostkrypta des Mainzer Doms haben sich junge Menschen zur Jugendvesper getroffen.

Die Stimme erhoben – Jugendvesper für bedrängte Christen

Am Sonntag, den 07.09. 2014, wurde in der Jugendvesper, die regelmäßig am 1. Sonntag eines ungeraden Monats in der Ostkrypta des Mainzer Doms stattfindet, eines besonders aktuellen und schweren Themas gedacht: Wir erheben unsere Stimme für bedrängte Christen überall auf der Welt!
Nicht nur in Syrien oder Irak, sondern auch in Pakistan, Indonesien, Ägypten, Nigeria und vielen anderen Ländern der Welt: Religionsfreiheit ist für viele Christen leider nicht gewährleistet. In über 100 Ländern der Welt werden Christen bedrängt, diskriminiert oder benachteiligt. Aber nicht nur Christen – religiöse Minderheiten als Angehörige aller Religionen erleben wegen ihres Glaubens Bedrängung, oft auch Gewalt und Verfolgung. Papst Franzikus fordert uns auf, für das Menschenrecht der Religionsfreiheit einzustehen – für alle Menschen.

Blick auf den Altar und den Schrein

Blick auf den Altar und den Schrein

In der Jugendvesper am 07.09.2014 um 18 Uhr in der Ostkrypta des Mainzer Doms erhoben wir unsere Stimme für alle, die dies nur unter Gefahr tun können. „Ich erhebe meine Stimme für Asia B.“, hörte man beispielsweise zu Beginn des Gottesdienstes. Später erfuhren die jungen Erwachsenen, dass Asia Bibi seit 5 Jahren in der Todeszelle in Pakistan sitzt, da sie vermeintlich Gotteslästerung begangen hat. Die Blasphemiegesetze in Pakistan, die Christen, Ahmadis und sogar Muslime selbst betreffen, machen dies möglich. Weitere persönliche Schicksale aus anderen Ländern wurden berichtet. Doch dabei blieb es nicht und dabei kann es nicht bleiben: Wir dürfen uns nach diesen Schilderungen immer fragen, was unser persönliches Glaubenszeugnis ist und wie wir in – wenn auch ungefährlichen – Bedrängungssituationen damit umgehen. Was ist mein wichtigstes Gut im Leben und wie stehe ich zu dieser Wahrheit? Was bedeutet es für mich persönlich, Christ zu sein?
Das Gebet für unsere Glaubensgeschwister in Bedrängnis ist wertvoll und wirkungsvoll! Es gibt Kraft und ermutigt. Wir lassen uns von der Aufforderung des Propheten Jesaja und von Jesu Ermutigung ansprechen: Fürchtet euch nicht!
Am Ende der Jugendvesper bekam jeder ein rotes Solidaritätsband, das uns die Freiheit in unserem Land immer wieder neu bewusst machen kann und die Tatsache, dass diese nicht selbstverständlich ist. Ebenso kann es uns immer wieder daran erinnern, an andere zu denken und für die zu beten, welche sich nach eben dieser Freiheit noch sehnen.

Mehr Infos zur missio-Aktion Lebenszeichen:

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Stefanie Völkl

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