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Apostolatshelferinnen

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Der Liebe Gottes mit dem eigenen Leben antworten

Monika Möglich, geb. 1955, lebt seit 30 Jahren die Berufung der Apostolatshelferin. Wir haben mit ihr über diese besondere Berufung gesprochen. Frau Möglich arbeitet als Sekretärin in der Akademie des Bistums Mainz, Erbacher Hof. Sie erzählt uns aus ihrer Perspektive etwas über diesen Stand:

Zur Entstehung dieser Berufung

Die Berufung der Apostolatshelferin ist nach dem Ersten Weltkrieg in Belgien entstanden. Einige junge Frauen haben den Ruf verspürt, ganz für und von Gott allein zu leben und dachten zunächst, in den Karmel einzutreten. Aber gleichzeitig war es ihnen ein Anliegen, mitten unter den Menschen zu bleiben, ihre Freuden und Hoffnungen, ihre Ängste, Sorgen und Schwierigkeiten zu teilen.
Mit diesen Überlegungen gingen sie zu ihrem Bischof, Kardinal Mercier von Mecheln. Dieser machte sich damals bereits große Sorgen, weil viele Menschen seiner Diözese – auch durch die Folgen des Krieges und der Industrialisierung – sich immer mehr von der Kirche und dem christlichen Glauben entfernt hatten. In der Anfrage der jungen Frauen sah der Bischof eine Antwort auf sein Suchen nach neuen Möglichkeiten, dieser Entchristlichung zu begegnen. Er ermutigte sie, in ganzer
Verfügbarkeit für Gott und die Kirche mitten unter den Menschen zu bleiben und deren Leben zu teilen. Als Bischof wollte er jeder Einzelnen von ihnen in besonderer Weise Anteil geben an seiner Heilssorge für alle Menschen in seiner Diözese. So
haben diese ersten Apostolatshelferinnen mitten unter den Menschen gelebt und versucht, die Kirche wirksam anwesend zu machen. Ihr Ziel war es, dass alle Lebensbereiche vom Evangelium durchdrungen werden und Gottes Liebe durch sie alle Menschen erreichen kann.
Einige Jahre später griffen andere Bischöfe in Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal und Brasilien die Initiative von Kardinal Mercier auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben dann auch viele Bischöfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz Frauen in dieses apostolische Leben gerufen. Inzwischen gibt es Apostolatshelferinnen in mehr als 300 Diözesen in allen Erdteilen.

Die Aufgaben einer Apostolatshelferin

Die Apostolatshelferin ist Laie, deshalb lebt sie unter den gleichen Bedingungen wie die Menschen ihrer Umgebung. Sie führt aber ein Leben des Gebetes und der liebenden Aufmerksamkeit Gott und den Menschen gegenüber. Es geht darum, alle
Lebensbereiche der Menschen mit dem Geist des Evangeliums zu durchdringen. Das hat im alltäglichen Leben und in der Struktur des Tages Konsequenzen: Jede Apostolatshelferin plant und gestaltet ihren Tagesablauf nach ihrer je eigenen
Situation, sei es im Berufsleben, im Ruhestand oder in Alter und Krankheit. Einen zentralen Platz haben die Mitfeier der Eucharistie und täglich eine längere Zeit des Gebetes.

Voraussetzungen

Apostolatshelferin wird man durch den „Ruf“ des Diözesanbischofs. Im Namen Jesu Christi „ruft“ der Bischof für seine Diözese Frauen zu diesem apostolischen Leben, einem Leben, das ganz von Gott in Besitz genommen ist. Um diese Berufung kennen zu lernen, im eigenen Leben umzusetzen und eine endgültige Entscheidung zu treffen, gibt es eine begleitende Hilfe. Erst nach ca. 8 Jahren wird man dann durch den „Ruf“ des Bischofs zur Apostolatshelferin, sofern man die Entscheidung getroffen hat, diese Berufung mit allen Konsequenzen zu leben, und der Bischof dem zustimmt.
Monatliche Einkehrtage, jährliche Exerzitien, Seminare und Glaubenskurse, zu denen sich die jeweiligen Apostolatshelferinnen der Diözese treffen, sind Bestandteil der lebenslangen Begleitung. Für die Diözesen, in denen diese Begleitung noch nicht gesichert ist, kann das Ausbildungszentrum in Lourdes eine wertvolle Hilfe sein.
Im Einzelnen sind die Voraussetzungen:

  1. Das Verlangen, in ganzer und endgültiger Bindung an Gott ehelos als Laie mitten unter den Menschen zu bleiben.
  2. Fähigkeit, Verantwortung zu tragen.
  3. Offenheit, das ganze Leben hindurch die angebotene Hilfe anzunehmen.
  4. Interessentinnen sollten zwischen 19 und 30 Jahren alt sein.

Ansprechpartnerin

Monika Moeglich         Tel.: 06131-35833.